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Um Computer in TCP/IP Netzen zu adressieren, benutzt man eindeutige
IP-Adressen.
Diese werden in der aktuellen Version, V4, durch eine 4-Byte Zahl
dargestellt, die im allgemeinen in der Dezimalschreibweise mit Punkten
zwischen den einzelnen Bytes geschrieben wird.
Um den verschiedenen Ansprüchen gerecht zu werden, wurden verschiedene
Klassen eingerichtet. Die Definition der Klassenzugehörigkeit wird
durch die Bits des ersten Bytes festgelegt.
Diese sind wie folgt definiert.
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Klasse
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1.Byte Binär
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Von:
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Bis:
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Maske
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Bemerkung:
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Class A
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0XXX XXXX
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0.X.X.X
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127.X.X.X
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255.0.0.0
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27-2 Netze mit je 224-2 Hosts
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Class B
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10XX XXXX
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128.0.X.X
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191.255.X.X
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255.255.0.0
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214-2 Netze mit 216-2 Hosts
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Class C
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110X XXXX
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192.0.0.X
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223.255.255.X
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255.255.255.0
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221-2 Netze mit 28-2 Hosts
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Class D
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1110 XXXX
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224.0.0.0
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239.255.255.255
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Multicasting Adressen
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Class E
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1111 XXXX
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240.0.0.0
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255.255.255.255
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Experimental
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Subnetten
Firma X hat folgende Class B Adresse offiziell zugeteil bekommen:
IP_Netz = 134.76.0.0
Net_Mask= 255.255.0.0
Host_Addr.=134.76.0.0-134.76.255.255.
Hiermit kann die Firma nun ein Netz aufbauen in dem sich 65534 Hosts
befinden.
Dies macht im Normalfall keinen Sinn.
Hier setzt nun das Subneten an. Wir setzen die Subnetzmaske von
255.255.0.0 auf 255.255.255.0.
Hierdurch bekommen wir folgende veränderte Situation:
Der Netzanteil geht nun über drei Bytes, wir besitzen nun die 256
Netze von 134.76.0.X bis 134.76.255.X mit jeweils 256 Hosts.
In der Praxis fallen laut RFC Definition noch einige Adressen weg.
1. Das Subnetz 134.76.255.X kann nicht benutzt werden, da die
Broadcast-Adresse in diesem Netz die selbe ist wie in dem ursprünglichen
Class-B Netz, nämlich 134.76.255.255.
2. Das Subnetz 134.76.0.X kann nicht benutzt werden, da vorwiegend
ältere Betriebssysteme beim Broadcast nicht alle Hostbits auf
1 setzen sondern auf 0. Damit wäre der Broadcast wieder der selbe
wie bei der ursprünglichen Class-B Adresse, nämlich 134.76.0.0.
3. Aus den obengenannten Gründen fallen in allen übrigen Netzen
jeweils zwei Adressen weg, nämlich die Broadcast Adresse, alle
Hostbits auf 1 und die Netzadresse (alte Broadcast) alle Hostbits
auf 0.
Aus den obengenannten Gründen ergibt sich also folgendes: Aus 256
Netzen werden 254 mit jeweils 254 Hosts.
Rechnereien mit IP-Adresse und Subnetzmaske
gegeben: IP_Addr.=134.76.47.39, Sub_Mask=255.255.255.0
Die Netzadresse errechnet sich aus einer Bitweisen UND-Verknüpfung
von Adresse und Maske.
Netzadresse = 134.76.47.0
Die Hostadresse ergibt sich aus eine Bitweisen UND-Verknüpfung von
IP-Adresse und negierter Maske (0.0.0.255)
Hostadresse= 0.0.0.39
Die Broadcast Adresse ergibt sich aus einer ODER-Verknüpfung der
Netzadresse mit der negierten Maske
Broadcast= 134.76.47.255
Was bringt das?
An einem Host System gebe ich IP-Adresse, Netzmaske und Gateway
ein.
IP_Addr.=134.76.47.39, Sub_Mask=255.255.255.0, Gateway=134.76.47.1,
Beispiel 1:
Ich möchte eine Verbindung zum System A (IP-Adresse=134.76.47.12)
aufbauen.
Mein System berechnet aus beiden IP-Adressen mithilfe der Subnetzmaske
die Netzadressen.
Sind beide Netzadressen gleich, so ist der Host A im eigenen
Netz und mein System berechnet die Broadcast Adresse.
Er schickt an diese Adresse die Frage, "Wer hat die IP-Adresse
134.76.47.12?".
Den Broadcast werten alle Systeme die in diesem Netz hängen aus,
und System A antwortet und schickt seine MAC-Adresse mit.
Jetzt kann mein Host eine Verbindung zum SYstem A herstellen.
Beispiel 2:
Ich möchte eine Verbindung zum System B (IP-Adresse=161.213.50.69)
aufbauen.
Wieder berechnet mein System aus beiden IP-Adressen mit Hilfe
der Subnetzmaske die Netzadresse. Diesmal berechnet mein System
zwei unterschiedliche Netzadressen, 134.76.47.39 und 161.213.50.69.
Mein Host weiss nun, das dieses System nicht im eigenen Netz
steht, und schieckt die Verbindungsanforderung an das Gateway.
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