Die Reiseführer geben für Assuan recht unterschiedliche Empfehlungen, was besichtigungswert ist und was nicht. Wir beschränken uns auf das Wesentliche, einen Ausflug nach Abu Simbel, die Insel Elefantin und das Old Katarak.

Der Ausflug nach Abu Simbel beginnt sehr früh, bzw. mitten in der Nacht.
Beim Frühstück trete ich mit dem Fuß gegen einen Gegenstand. Ich schaue nach und sehe einen Schuh. Sollte hier jemand einen Schuh verloren haben? Nein, in diesem Moment erhebt sich eine Bedienung ein paar Tische weiter vom Boden. Der Speiseraum dient hier gleichzeitig als Schlafraum für die Angestellten. Irgendwie bitter, wir machen als arme Studenten einen tollen Urlaub und hier arbeiten Menschen und haben noch nichteinmal ein eigenes Zimmer.
Nach dem Essen kommt das Taxi und dann geht es los. Eine schnurgrade Asphaltdecke Richtung Süden, kein Baum, kein Haus, . . . gähn
Nach 280km kommen wir an - - - gigantisch. Was der alte Ramses dort hingestellt hat ist absolut beeindruckend. Ein Tempel für sich und einen für seine geliebte Frau. Die Rettungsaktion der UNESCO hat uns diesen Tempel erhalten. DANKE. Die Kolosalstatuen von Ramses und seiner Frau sind sehr beeindruckend.

Damit nach der Rettungsaktion
der UNESCO die Tempel nicht einfach in der Gegend stehen, wurde eine
Betonkuppel um sie herum gebaut und mit Schutt zu einem
künstlichen Berg aufgeschüttet. Diese Betonkuppel ist
auch zu besichtigen, nix beeindruckendes, aber wenn man schon mal dort
ist.
Auf der Rückfahrt wundern wir uns, warum der Taxifahrer
innerhalb Assuans so langsam fährt, untypisch für
einen Ägypter. Doch am Ende sehen wir den Grund. Zum anhalten
vor unserem Hotel muß der Fahrer den Motor abwürgen.
Die Bremsen haben nicht funktioniert. Aber was soll es.