Felukenfahrt

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Reiseberichte

Ägypten 1998

Am nächsten Morgen stehen wir um 7:30 Uhr auf und besteigen nach dem Frühstück eine Felucke die nun für die nächsten 24 Stunden unser heim ist.

Zwei Stunden später sind wir noch nicht sehr weit gekommen. Der Wind kommt uns entgegen und wir müssen kreuzen. Das Ufer ist bis zum Wasser grün und man sieht Dromedare, Wasserbüffel, Ziegen und Kühe am Wasser grasen. Mittags legen wir an einer Insel an und die Schiffsjungs machen was zu essen. Danach segeln wir weiter und legen dann Nachmittags an unserem Nachtliegeplatz an. Nach dem Essen, es ist schon dunkel, spielen wir bei Kerzenlicht noch Karten.

Unter anderem dieses nette ägyptische Kartenspiel.

Jeder Mitspieler bekommt 4 Karten, zusätzlich werden noch 4 Karten offen aufgelegt. Der erste Spieler betrachtet nun seine Karten. Hat er eine Karte, z.B. eine 8, und es liegt auch eine 8 offen aus, so kann er diese beiden Karten nehmen und vor sich verdeckt ablegen. Er kann jedoch auch eine 3 und eine 5 vom Tisch nehmen. Liegen sowohl eine 8 als auch eine 3 und eine 5, so kann er alle 3 Karten nehmen.
Kann man keine Karte nehmen, so muß man eine seiner Karten auf den -Tisch legen. Nach vier Runden, wenn keiner mehr Karten auf der Hand hat, bekommt jeder wieder vier neue Karten. Dies geht bis die Karten alle sind.

Sonderregeln:

Mit einem Buben kann man alle Karten nehmen und zu seinem Stapel legen.
Mit einer Karo 7 kann man auch alle Karten nehmen. Lagen nur noch zwei Karten offen da, so wird die Karo 7 nicht verdeckt, sondern offen auf den Stapel gelegt.
Hat man mit seiner Karte die letzte Karte genommen, so wird auch eine Karte offen auf den Stapel gelegt.

Ist die letzte Karte ausgespielt, werden die Karten gezählt. Derjenige mit den meisten Karten bekommt 30 Punkte. Jede offen abgelegte Karte gibt 10 Punkte.

Um 21:00Uhr werden die letzten Kerzen gelöscht, wir verkriechen uns in unsere Schlafsäcke und unser Schiff versinkt in Dunkelheit.

Am nächsten Morgen wache ich vom rudern auf. Die Felluke befindet sich bereits auf dem Nil und der Käpten sucht nach einem kleinem Windhauch für die Segel.
Kurz darauf legen wir im Badezimmer zum Zähneputzen und sch... an. Leider handelt es sich hier um einen Platz, der öfter von Schiffen angelaufen wird. Hinter jedem Busch findest man,
ein neugieriger Ägypter,
ein bellender Hund oder
ein Berg von Toilettenpapier.

Dies ist weder für die Einheimischen noch für Touristen toll. Man weis nie, worin oder worauf man grade steht.

Auf den Weiteren Weg müssen die zwei Gehilfen wegen Flaute rudern und so erreichen wir Kom Ombo.
Hierbei handelt es sich um den bis jetzt einzigen bekannten Doppeltempel in Ägypten. Gleich rechts hinter dem Eingang stehen in einem Raum Glasvitrinen mit Krokodilsmumien.
Nach der Besichtigung fahren wir nach Edfu. Der dortige Tempel ist fast komplett erhalten. Wenn man vor den Pylonen steht, wird man vor der Mächtigkeit der Anlage fast erdrückt. Man muß sich den Tempel nur noch in bunten Farben bemalt und mit den Fahnenmasten in den Pylonen vorstellen um einen Eindruck von dem ehemaligen Aussehen zu bekommen. Dieser Farbklecks in der ansonsten gelb-beigen Landschaft muß schon aus großer Entfernung sichtbar gewesen sein. Nach der Besichtigung Edfu´s haben wir uns in den Konvoi Richtung Luxor eingereit und sind mit Polizeischutz weitergereist.

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